KfW 40 QNG vs. KfW 55: Warum der Standard für Kapitalanleger entscheidend ist
„KfW 55" galt jahrelang als Maßstab für geförderten Neubau. Für Kapitalanleger ist dieser Standard heute kein Thema mehr – und genau das ist die entscheidende Botschaft.
Kurzer Rückblick: Warum „KfW 55" für Anleger keine Rolle mehr spielt
Die staatliche Neubauförderung für das Effizienzhaus 55 wurde bereits im Januar 2022 eingestellt. Seit 2023 fördert die KfW Neubauten nur noch über das Programm „Klimafreundlicher Neubau" (KFN) – und das setzt mindestens ein Effizienzhaus 40 mit QNG-Siegel voraus. Wer heute von förderfähigem Neubau spricht, meint also faktisch KfW 40 QNG.
Was KfW 40 QNG bedeutet
Zwei Dinge stecken in dem Begriff:
- Effizienzhaus 40: Das Gebäude benötigt nur 40 % der Primärenergie eines vergleichbaren Referenzgebäudes.
- QNG (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude): Es belegt Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus, nicht nur den Energieverbrauch.
Warum der Standard über Ihre Rendite entscheidet
Für Kapitalanleger hängen an genau diesem Standard zwei handfeste finanzielle Vorteile, die ein gewöhnlicher Neubau nicht bietet:
| Kriterium | KfW 40 QNG | Standard-Neubau |
|---|---|---|
| KfW-Förderkredit bis 150.000 € je Wohnung (zinsgünstig) | ja | nein |
| Sonderabschreibung § 7b EStG (20 % in 4 Jahren) | ja | nein |
| QNG-Nachhaltigkeitssiegel / ESG-konform | ja | nein |
| Niedrige Energie- und Nebenkosten | stark | teils |
| Degressive AfA § 7 Abs. 5a (5 % p. a.) | ja | ja |
Den entscheidenden Unterschied machen also Förderkredit und Sonderabschreibung – beide sind an das QNG-Siegel geknüpft. Hinzu kommt die ESG-getriebene Nachfrage: Nachhaltige Neubauten sind bei bonitätsstarken Mietern und bei einem späteren Verkauf gefragt.
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